Unsere Kirche entdecken

Innerhalb unseres Kirchengebäudes gibt es vieles zu entdecken, das uns den christlichen Glauben erklären und auch vertrauter machen möchte.

Symbole sind einfache Bilder oder Zeichen. Sie zeigen aber nicht nur das, was man auf den ersten Blick sieht, sondern weisen auf eine Wirklichkeit hin, die das menschliche Auge nicht sehen kann. Der christliche Glaube hat eine Vielzahl von Symbolen.

Christliche Symbole machen auf einfache, bildliche Weise wichtige Aussagen des christlichen Glaubens anschaulich.

 

 

Altarrelief Lamm

Das Lamm mit dem sieben Augen, geschaffen von Andreas Felger.

Das Lamm ist ein Symbol für Jesus Christus. Wie beim Kreuzessymbol steht dabei sein Sterben im Mittelpunkt.

Sünde trennt von Gott und schneidet vom Leben ab. Schon zur Zeit des Alten Testaments wurden im Tempel in Jerusalem jeden Tag zwei Lämmer geopfert, um die Sünde von Israel wegzunehmen und dem Volk neue Gemeinschaft mit Gott zu ermöglichen.

Der Prophet Jesaja kündigte an, dass Gott seinen Knecht senden wird, der die Sünde des Volkes endgültig auf sich nimmt, "wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird".

Die ersten Christen erkannten, dass sich mit Jesus diese Prophetie erfüllt hatte. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus die Sünde aller Menschen ein für allemal auf sich genommen. Er ist das wahre "Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt", heißt es im Johannesevangelium.

Die Johannesoffenbarung betont: Christus, das Lamm Gottes, ist auch der Herrscher dieser Welt. Das Lamm sitzt mit Gott auf dem Thron. Es wird am Ende der Zeit wiederkommen und die Sünde und den Tod, die es am Kreuz überwunden hat, endgültig besiegen.
Bibelstellen zum Thema:
2. Mose 29,38-41; Jesaja 53,4-7; Johannes 1,29; Offenbarung 5,6-14 
(Quelle: Evangelische Landeskirche Württemberg)

Jesu Gleichnis vom Gastmahl - Es ist noch Raum da

Auf diesem Relief ist das Gleichnis Jesu vom großen Gastmahl dargestellt.

Jesu aber sprach:
Ein Mensch machte ein großes Gastmahl und lud viele ein. Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Gastmahls, um den Eingeladenen zu sagen: Kommt! Denn schon ist alles bereit.
Und sie fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen.
Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt.
Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe hin, sie zu erproben; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt.
Und ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, und darum kann ich nicht kommen.
Und der Knecht kam herbei und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen hier herein! Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Raum.

Lukas 14

Kirchturmgockel

.... und alsbald krähte der Hahn.

Auf vielen Kirchturmspitzen steht ein Hahn aus Metall. Schon in vorchristlicher Zeit war der Hahn ein Symbol für Wachsamkeit. Als christliches Symbol erinnert er die Gläubigen daran, stets wachsam und auf die Wiederkunft Christi vorbereitet zu sein. Sie sollen im Glauben mit Christus verbunden bleiben und sich vor den Anfeindungen der Sünde und des Teufels in Acht nehmen.

Gleichzeitig erinnert der Hahn warnend daran, wie Petrus Jesus verleugnet hat. In der Nacht vor der Kreuzigung Jesu, noch bevor der Hahn krähte, hatte Petrus drei Mal abgestritten, zu Jesus zu gehören. "Ich kenne den Menschen nicht", sagte er aus Angst, selbst gefangen genommen zu werden. Als er den Schrei des Hahns hörte, wurde er sich seines Versagens bewusst und erinnerte sich daran, dass Jesus ihm die Verleugnung angekündigt hatte.
1. Petrus 3,17-18 und 5,8-9; Matthäus 26,34-35; 69-75

Marias Lobgesang

Im Evangelium des Lukas wird uns von der Ankündigung der Geburt Jesu erzählt:

Und der Engel sprach zu Maria: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Lukas 1, 30 - 33

 

Daraufhin stimmt Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth Marias Lobgesang an:

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Namen heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.
Lukas 1, 46 - 50

 

 

Taufbecken

Die christliche Taufe geht zurück auf einen Befehl des auferstandenen Jesus. Dieser hatte zu seinen Jüngern gesagt: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Wir verstehen die Taufe als ein Zeichen dafür, dass Jesu Sieg über den Tod einem Menschen geschenkt wird. Darum ist die Taufe auch, genau wie das Sterben und Auferstehen Jesu, einmalig.

In der Taufe empfängt der Mensch das Geschenk Gottes. Dieses Geschenk gilt ihm, Gott nimmt es nicht zurück. Es ist aber entscheidend, dass wir diesem Geschenk Gottes glauben. Das heißt, wir müssen es annehmen, dass Gott uns das (ewige) Leben schenkt, wir müssen darauf vertrauen. Ohne solchen Glauben hat die Taufe keine Kraft.

Matthäus 28,18-20; Römer 6,1-11; Markus 16,16.