Eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft,
und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1

So wird in der Bibel einmal der Glaube umschrieben. Von daher könnte man ihn auch als Hoffnung gegen den Augenschein bezeichnen oder von einer Lebenshaltung sprechen, die sich auf eine Wirklichkeit hinter der Oberfläche des Lebens bezieht. 

Das Wort "glauben" kann zweierlei bedeuten. Zum einen, dass ich etwas für wahr halte. Zum anderen bedeutet es soviel wie "vertrauen". Ein Beispiel: "Ich glaube an Gott." Dieser Satz bedeutet, dass ich der Meinung bin: Es gibt einen Gott. Er bedeutet aber noch mehr, nämlich dass ich auf diesen Gott vertraue.

Diese zweite Bedeutung ist die wichtigere. Es geht um das Vertrauen, dass Gott es gut mit mir meint. Ich kann mich auf ihn verlassen, was auch immer kommt, Gutes oder Böses. Darum kann die Bibel vom Glauben mit großen Worten reden: "Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." 

Zum Glauben gehört das Gottesdienst-Feiern. Am Sonntag, manchmal auch zusätzlich an anderen Tagen. Durchs Kirchenjahr, das nicht am 1. Januar, sondern am 1. Advent beginnt, unterschiedlich geprägt. Zum Glauben gehört Gemeinschaft. Mit Gott und mit anderen Menschen. Am Sonntag und im Alltag. Glauben wird praktisch in der Tat: Als Christen, als Gemeinde, als Kirche teilen wir Leben, helfen und wirken in vielerlei Weise in die Gesellschaft hinein. Deshalb ist Glaube auch keine Privatsache. (Quelle: Evang. Landeskirche Württ.)