Meldungen und Einladungen

Innehalten, das Wesentliche entdecken, fasten!

Seit fast 20 Jahren beteiligt sich die Paulusgemeinde an den Hamburger Aktion „der andere Advent!“ Als ich das obige Titelbild des neuen Kalenders zum ersten Mal sah dachte ich sofort: „Naja, da hat die Bild-Retusche am Computer wieder mal zugeschlagen, in Wirklichkeit gibt es so etwas nicht. Schön, aber wahrscheinlich ein fake!“ Und dann las ich die Geschichte des Fotografen Daniel Biber, der dieses Foto tatsächlich und ohne Tricks am 31. Dezember 2017 an der Costa Brava in Nordostspanien geschossen hat. Ein Schwarm von Staren (Sturnus vulgaris), der sich zu einem überdimensionalen Vogel formiert, wahrscheinlich um so einen Greifvogel abzuwehren.

Neben allem was einem dabei zur Schönheit und Klugheit der Natur einfallen kann, fragte ich mich zunächst einmal: „Wie lange ist der Fotograf wohl auf der Lauer gelegen, bis er diesen Schnappschuss machen konnte? Ich weiß aus Berichten, dass Naturfilmer und Naturfotografen eine unendliche Geduld aufbringen müssen. Selbst wenn es dem Fotografen bewusst war, dass Staren immer einmal wieder Flugbilder darstellen, wie lange musste er für solch‘ ein Bild vor diesem Hintergrund warten? Oder war das einfach ein Zufallstreffer, ein Geschenk, dass kein Fotograf gezielt ansteuern kann, sondern dass ihm ins wachsame Auge gelegt werden muss. Reagieren und auf dem Auslöser drücken musste er noch selbst, aber ansonsten kam da etwas auf ihm zu wie eine Gabe. Ein Erlebnisbericht von Daniel Biber im „Spiegel“ legt diese Deutung nahe.

Um den Advent in seiner Tiefe zu verstehen, brauchen auch wir Gläubigen etwas von der Geduld, von der Bereitschaft inne zu halten, um uns am Ende beschenken zu lassen. Der Advent ist ja in der langen liturgischen Tradition der Christenheit (seit dem 4. Jahrhundert) als Fastenzeit gefeiert worden. Heute, angesichts von adventlichen Wurstständen, Nürnberger Lebkuchen, leckerem Weihnachtsgebäck, Spekulatius, Christstollen und Glühwein ist das kaum mehr vorstellbar. Der Normalfall ist doch, dass wir mit ein paar Kilo zu viel aus der Advents- und Weihnachtszeit herauskommen! Stehen wir also mit der alten Fastentradition vor einer der weltfremden Regeln des kirchlichen Lebens? Oder ist einfach der Zeitgeist - verbunden mit effektivem Kommerz - über eine kirchliche Weisheit so hinweg gegangen, dass man sie in ihrer Eigentümlichkeit kaum mehr erkennen und erleben kann?

Ich vermute, dass das Letztere geschehen ist. So schön sich all diese adventlichen und weihnachtlichen Dinge auf dem Gaumen anfühlen, es lässt sich fragen, ob sie uns nicht ablenken von jener Aufmerksamkeit, mit der eine Gabe, ein Geschenk empfangen werden muss. Und genau das braucht die Adventszeit, Konzentration, Sammlung, innehalten, Geduld um zu verstehen, wie wir in dieser Zeit beschenkt werden. Das Kommen des Erlösers im Fleisch und die Wiederkunft des Erlösers am Ende der Zeit, das sind die Gaben, die unsere Aufmerksamkeit in der Adventszeit fordern. Weihnachten verstehen wir anscheinend ganz gut, aber es ist nach zweitausend Jahren des Wartens schwierig geworden, die Wiederkunft Christi ernst zu nehmen. Die ersten Christen warteten darauf noch mit Inbrunst. Und auch heute noch geht es mit dieser Erwartung im persönlichen Sinn um ein hoffnungsvolles Herz.

Wie wir diese Gabe der Hoffnung, der Zuversicht und der Zukunftsoffenheit wiedergewinnen können, dazu gibt es verschiedene Techniken. Im Schlusslicht werden sie die „Atempause für die Seele“ und die „Schweigemeditation“ beschrieben finden. In der Pauluskirche gibt es daneben immer in der Adventszeit einen Kreis von Menschen, der mit dem schönen Kalender „der andere Advent“ auf eine tägliche, zehnminütige Pause einlässt. Mit einem Kalenderblatt, einer Kerze und vielleicht einer Tasse Tee wollen wir im Innehalten zu jener Aufmerksamkeit hinfinden, die unser wiederkommender Herr verdient. Jeden Freitagabend tauschen wir uns in der Kirche bei einer kurzen Andacht über das Erlebte aus. Wir schaffen so Inseln des Innehaltens und Nachdenkens, die uns öffnen für die immateriellen Gaben des Advents.

Themen des Glaubens: Einführung in die neue Perikopenreihe

Ab dem 1. Advent werden in unserer Landeskirche neue „Perikopenreihen“ eingeführt. Pfarrer Thomas Oesterle lädt am Mittwoch dem 5.12. um 19.30 Uhr in die Pauluskirche ein, um diese Veränderung vorzustellen und zu diskutieren. Worum geht es? Die Predigttexte über die Pfarrer an den Sonntagen predigen sind von der Kirchenleitung vorgeschrieben. Da die Pfarrer nicht über alle Texte der Bibel predigen, sondern über eine Auswahl (diese Texte nennt man „Perikopen“), sollte diese Auswahl auch den Kerngehalt der biblischen Botschaft enthalten. Die jetzt eingeführte Neuordnung der sonntäglichen Predigttexte hat Stärken, weil sie dem Hörverhalten der Gottesdienstbesucher entgegenkommt. Aber die Neuerung hat auch Schwächen, da sie die bisherige Auswahl von Bibeltexten für die Predigt verändern wird und dabei nicht alle Stärken des bisherigen Konzeptes mitgenommen hat. Pfarrer Oesterle wird vorstellen was sich verändert und dann zu einer möglichst munteren Debatte über die künftige Predigtkultur einladen.

 

Gottesdienst für Kleine Leute

Am Sonntag dem 2. Dezember um   Uhr lädt das Team wieder ein zu einem „Gottesdienst für kleine Leute“. Schon Krabbelkinder sind herzlich willkommen und für die Eltern wird ein schöner Raum zu Begegnung und Austausch geschaffen. Kinder zwischen 1- 8 Jahren erleben an diesem Nachmittag einen kindgerechten Gottesdienst unter dem Leitthema: „Advent, Advent ein Lichtlein brennt!“

Dank an unsere Gemeindebriefausträger

Seit vielen Jahren bringen ehrenamtlich tätige Männer und Frauen den „Gemeindebrief Mittelpunkt“ bis in ihren Briefkasten. Wir sind sehr dankbar für all‘ die Hände und Füße, die sich regen, um alle evangelischen Gemeindeglieder mit den aktuellen Informationen zu versorgen. Besonders jetzt in der Winterzeit, wenn das austragen oft von schlechtem Wetter begleitet wird, freuen wir uns sehr an diesem treuen Dienst. An dieser Stelle sage ich ein herzliches Dankeschön im Namen des Kirchengemeinderates, der Gemeinde und des Pfarramtes. Wir erleben wenig stöhnen über die auszutragenden Packen, die wir im Pfarramt jedes Vierteljahr ausgeben, aber viel Freundlichkeit und selbstverständliche Hilfe. Das ist toll und motiviert uns, mit möglichst guten Texten und Bildern zu unseren Gemeindegliedern zu kommen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir weitere Austräger finden würden. Wir haben Einige in unseren Reihen, die trotz ihres hohen Alters diese Arbeit ganz zuverlässig übernehmen, aber immer wieder fallen auch altersbedingt Gemeindebriefausträger aus. Also wenn sie Lust haben, all‘ Vierteljahr uns zwei Stunden ihrer Zeit zu schenken, wäre das für die Paulusgemeinde ein großer Gewinn. Rufen sie einfach im Pfarramt an!

 

Martinsbäckerei

Die Kinderkirche lädt ein zum alljährlichen Martinsbacken.
Samstag 10.November ab 15 Uhr in der Pauluskirche
Alle Kinder können kommen und mitbacken.
Am Sonntag dem 11.11. ab 11 Uhr verkaufen die Kinderkirchkinder dann ihr Gebäck an die Gemeinde zugunsten des Patenkindes der Kinderkirche in Indien.

Aufstehen

AUFSTEHEN

Schorndorf steht auf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Demonstration am 10.11.18 von 10:00-11:00 Uhr auf dem

Unteren Marktplatz

 

Tag für Tag kommen neue Medienberichte von Anschlägen und Übergriffe auf Mitbürger mit Migrationshintergrund und Asylsuchende sowie Geflüchtete andererseits häufen sich Nachrichten über Migranten, die das Asyl- und Gastrecht in der Bundesrepublik Deutschland  missbrauchen. In dieser aufgeheizten Situation gilt es einen sachlichen, respektvollen und demokratischen Diskurs zu führen, der auch die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt.

Demgegenüber verstärken Populisten und Rechtsextreme mit rassistischen und fremdenfeindlichen Parolen die Spaltung unserer Gesellschaft. Mit dem Ausspruch „Wir sind das Volk“ wollen sie den falschen Eindruck erwecken,  dass die schweigende Mehrheit der Bürger hinter ihren Ansichten steht.

Wir, weltoffene, soziale Europäer und Bürgerinnen und Bürger aus Schorndorf und Umgebung, ob mit Migrationshintergrund oder ohne, ob weiß oder schwarz, jung oder alt, werden uns von diesen fremdenfeindlichen und rechtsextremen Agitatoren nicht den Stempel eines fremdenfeindlichen Deutschlands aufdrücken lassen.

Deshalb rufen wir, zusammen mit dem Oberbürgermeister von Schorndorf, Matthias Klopfer, zu einer breiten Demonstration in Schorndorf auf. Wir laden alle demokratischen Parteien, die Kirchen und die Moscheen, die Vereine, die Schulen und in Schorndorf und Umgebung lebende Asylsuchende und Geflüchtete ein, gemeinsam unsere Stimme gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu erheben.

Über unsere unterschiedlichen Politikvorstellungen, Ansichten und Vorstellungen über partnerschaftliche Lebensformen hinweg, wollen wir uns zusammenschließen zum Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, sowie  jede Form von Extremismus. Wir stellen uns entschieden gegen Intoleranz und Gewalt, unabhängig von der Herkunft der Täter. 

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bereit erklären, unseren Aufruf mit Ihrem Namen bzw. Organisation mit zu unterstützen und weiter zu verbreiten.

Tragen Sie dazu bei, dass wir voraussichtlich am 10.11.18 von 10-11 Uhr auf dem „Unteren Marktplatz“ ein beeindruckendes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sowie Gewalt in Schorndorf setzen.

 Initiatoren:

Marcus und Dr. Ulrike Seibold

Burgstraße 34, 73614 Schorndorf

 

Salz- und Zwiebelkuchenfest

 

Schorndorf: Am Sonntag dem 14.10. lädt die Paulusgemeinde zu zwei besonderen Ereignissen in die Nordstadt ein.

Vormittags im Gottesdienst ab 10 Uhr ist ein etwas Besonderes geplant. Der Flötenkreis Schornbach wird spielen und die Gemeinde mit seiner mehrstimmigen Flötenmusik bezaubern. Pfarrerin Margarete Oesterle wird über das Thema Zeit und Vergänglichkeit predigen.

Nachmittags findet wieder ab 14.30 Uhr das beliebte Salz- und Zwiebelkuchenfest der Pauluskirchengemeinde statt. Im Gemeindezentrum zur mittleren Brücke 4 in Schorndorf wird alle Besucher wieder ein einladender Herbstduft willkommen heißen. Wie in jedem Jahr hat Familie Feurstein mit einem Team von Helferinnen für die Gäste leckeren Salz.- und Zwiebelkuchen gebacken. Dazu gibt es Wein, Saft oder andere Getränke.

Ein junger Jazzpianist wird das gemütliche Beisammensein musikalisch begleiten. Die Konfirmanden sorgen wieder für eine freundliche Bedienung.

Auch ein Kinderprogramm ist vorbereitet. Für Kinder wird ab 16 Uhr ein schöner Kinderfilm vorgeführt und ein Stück Salzkuchen schmeckt auch den Kleinsten! Pfarrer Thomas Oesterle wird während des Festes ein kurzes geistliches Wort zur Erntezeit sprechen.

Alle Gäste sind zum Salz- und Zwiebelkuchenfest herzlich in der Pauluskirche willkommen.

Dank an die Eigentümergemeinschaft des Arnoldschen Weinberghauses

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir in diesem Jahr die Gottesdienste im Grünen auf dem Grafenberg beim arnoldschen Weinberghaus feiern konnten. Die Aussichtsplatte war uns in diesem Jahr zu unsicher, da ihre gartenarchitektonische Ertüchtigung vor der Landesgartenschau ansteht. Wir sind der Familie Kistner sehr dankbar, dass wir drei wunderbare und sehr gut besuchte Gottesdienste im Grünen auf ihrem Areal feiern konnten und so die über 30jährige Tradition der Gottesdienste im Grünen nicht unterbrechen mussten. Wieder ging es um ein naturnahes Thema, nämlich um den Wert der Insekten angesichts eines verheerenden Insektensterbens. Am Sonntag dem 30.9. findet um 10 Uhr zum Abschluss der Reihe wieder ein Gottesdienst im Zelt der Weingärtner im Grafenbergweg statt.

Unendlich glauben - Kirche im Remstal: Eine Reise mit Bildern

Kirche im Remstal, das sind vor allem Menschen. Verliebt oder in Trauer, voller Fragen oder mit Zuversicht. Menschen, in einem fantastischen Garten: unserem Remstal. Begegnen Sie Orten und Menschen in dieser Slideshow, Stadt- und Dorfkirchen, Münster und Kloster, Orte, die von Suchenden und Zweiflern erzählen, von Spiritualität und sozialem Engagement…

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