Berichte aus der Gemeinde 2019

Nacht der offenen Kirchen

2019 war ein ganzes Tal in Bewegung: unterwegs zum Pilgern, in Konzerte, zu Gottesdiensten.
Am 5. Oktober hieß es von Essingen bis nach Remseck: „Auf zur Nacht der offenen Kirchen“ (NOK) – über 50 Kirchen entlang der Rems luden Sie an diesem Abend ein.

In der Pauluskirche gab es folgendes Programm:

Beginn: 20:19 Uhr / Programm: Filmnacht
20:25 Uhr Dokumentarfilm „Käfer, Hummel, Schmetterling – sterben die Insekten aus? (ca. 40 Min.)
21:10 – 21:30 Uhr Pizza und Schorle
21:35 – 23:10 Uhr Spielfilm „El Olivio – Der Olivenbaum“ 2016, Drama/Komödie
23:10 – 23:15 Uhr Impuls zum Abschluss

Musikalisch-kabarettistische Stadtrevue

„Zwei in einer großen Stadt“ –
eine musikalisch-kabarettistische Stadtrevue war am 6.November in der Pauluskirche zu Gast.

Seit 16 Jahren sind sie auf der Bühne – das Kabarett-Duo „Die Vorletzten“: Peter Schaal-Ahlers, Pfarrer am Ulmer Münster und Søren Schwesig, Stadtdekan von Stuttgart.

„Zwei in einer großen Stadt“ heißt ihr neues Bühnenprogramm. Was die zwei hier als „musikalisch-kabarettistische Stadtrevue“ zu bieten haben, entpuppt sich als eine sorgfältig komponierte Mischung aus Stand-Up, kleinen Chansons, selbst gebastelten Parodien und feinsinnigen Gedichten – eine echte Offenbarung.
Sowohl die regelmäßigen wie auch die weniger regelmäßigen Kirchgänger hatten auf jeden Fall etwas zu lachen. Und beide Gruppen von Menschen konnten im Anschluss an den Abend mit den Synodalkandidaten von „Evangelium und Kirche“ ins Gespräch kommen, die da sind und gerne auf ihre Fragen und Anregungen reagieren.

Wer aber ist das Kabarett-Duo „Die Vorletzten“?

Peter Schaal-Ahlers und Søren Schwesig sind seit 16 Jahren ein eingespieltes Team. Peter Schaal-Ahlers, verheiratet und Vater von vier Kindern, war Pfarrer in verschiedenen Regionen Württembergs und ist nun Pfarrer am Ulmer Münster. Er bringt langjährige Kleinkunsterfahrung u.a. beim Schwäbisch Haller Revueensemble "Die Achtlosen" mit und ist der Mann fürs Grobe: Als Mesner oder Kirchenpfleger getarnt zieht er „älles durch dr Kakao“, was im kirchlichen Alltag oft so bierernst und humorlos daherkommt.

Søren Schwesig, Stadtdekan von Stuttgart und Vater zweier Töchter, ist der Mann am Klavier und Schwiegersohn-Typ. Und da allgegenwärtige Themen nicht vor der Kirchentür halt machen, geht´s in ihrem Programm auch um´s liebe Geld, den Kirchenchor oder den Sonntag und was an diesem Tag sein darf und was nicht.
Kurzum: kirchliche Pleiten, Pech und Pannen und um Gottes Bodenpersonal, das halt so ist, wie es ist.


Die Bedeutung der Archäologie für die biblische Wissenschaft

Am Donnerstag dem 10.10. luden wir wieder zu einem Abend der „Themen des Glaubens“ ein. Als Referent war Prof. Dr. Pieter van der Veen zu Gast, den viele Gottesdienstbesucher der Paulusgemeinde gut kennen. Er wohnt im Bereich der Pauluskirche und hat viel mit dem christlichen Glauben zu tun. Denn Dr. van Veen ist Theologieprofessor und lehrt im Moment an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz das Fach „biblische Archäologie“.

Aber was tut er denn in seinem Fachbereich und welche Bedeutung hat das für die alttestamentliche Wissenschaft? Wir freuten uns sehr, dass er sich Zeit nahm uns zu berichten über: „Die Bedeutung der Archäologie für die biblische Wissenschaft.“ Er war auch für unsere Rückfragen da sein und zeigte, wie archäologische Funde aus alter Zeit zum Sprechen gebracht werden können und bei der Deutung der biblischen Schriften von wachsender Wichtigkeit sind. Dr. van der Veen hat an vielen Stellen mit profunden Fachwissen publiziert, so stammt z.B. der Artikel über „Jericho“ im Onlinelexikon „wibilex“ (wissenschaftlich-biblisches Lexikon) aus seiner Feder.

Backen für Patenkind

Der Heilige Martin hat seinen Mantel geteilt um einem armen Menschen zu helfen.

Die Kinder der Kinderkirche haben sich von diesem Beispiel anstecken lassen und haben miteinander Martinsgänse und anderes gebacken und ihr Backwaren nach dem Gottesdienst am 10. November verkauft.

Als Erlös kamen 139 Euro zusammen, davon kann das indische Patenkind der Kinderkirche drei Monate lang unterstützt werden, damit es zur Schule gehen kann und ausreichend zu essen und anzuziehen hat.

Einweihung des Tisches auf dem Grafenberg

Beim Juligottesdienst der „Kirche im Grünen“ auf dem Grafenberg hat Pfarrerin Margarete Oesterle im Beisein von Oberbürgermeister Klopfer die neu gestaltete Aussichtsplatte mit einer kurzen Besinnung und einem Gebet eingeweiht. Der Platz ist inzwischen sehr schön und gleichmäßig begrünt, mit einer neuen Stützwand umgeben. In der Mitte laden ein großer Tisch und ein Kreuz zum Verweilen und zu Besinnung ein. Pfarrerin Oesterle erinnerte in ihrer Einweihung an den Abendmahlstisch der Bibel, der auch zu Gemeinschaft und Erinnerung beiträgt. Das dritte Element jedes Abendmahls, nämlich die Versöhnung von Gott und Mensch und die Versöhnung der Menschen untereinander fand die Pfarrerin im errichteten Kreuz wieder. Der senkrechte Balken verbindet Himmel und Erde, oder Gott und Mensch. Der waagrechte Balken soll die zwischenmenschliche Gemeinschaft symbolisieren. Wir freuen uns, künftig unsere Gottesdienste im Grünen wieder auf der Aussichtsplatte feiern zu können. Im Juni 2020 startet die neue Saison.

Abend mit Dr. Thomas Babu vom „Kinderhilfswerk christlicher Missionsdienst“ (CMD)

Am 17.7. hatte Pfarrer Thomas Oesterle mit einem Rundbrief zu einem Abend mit Dr. Thomas Babu in die Pauluskirche Schorndorf eingeladen. Thomas Babu vom CMD in Indien befand sich auf einer sechswöchigen Reise durch Deutschland. Der Gemeindesaal war voll und viele kannten den Referenten schon von einer Indienreise mit dem Freundeskreis Vellore. Sie waren wieder begeistert von seinem herzerfrischenden Bericht aus den Kinderheimen. Er erzählte von den Anfängen dieses großen und segensreichen Kinderhilfswerkes bis zum heutigen Stand. Heute gibt es eine zunehmende Anzahl von ehemaligen Heimkindern, die einen guten Arbeitsplatz in der indischen Arbeitswelt gefunden haben. Jetzt wollen sie das, was sie selbst an Förderung für ihre Entwicklung bekommen haben, weitergeben, indem sie auch Patenschaften übernehmen. Also die Ziel-Idee „Inder helfen Indern“ kommt der Verwirklichung näher.

Eine Besucherin schrieb nach dem Abend: „Der gestrige Abend mit Thomas Babu war einfach wunderschön! Die Begrüßung von Pfarrer Oesterle, der lebendige Vortrag von Babu, die Begegnungen mit den Besuchern, dass Reinhold und Elisabeth Wagner dabei sein konnten, die Pizza von Jasbir Singh... Es ist toll, wie verbunden sich die Besucher/Spender mit dem CMD und/oder mit dem „Freundeskreis Vellore“ fühlen und es ist toll, welche Freude und welches Interesse untereinander da ist.“

Mit einer großzügigen Spende von 570€ für ein Tuc-Tuc (eine Riksha mit Motorroller) im abgelegenen Kinderheim Eriyur bedankten sich die vielen Zuhörer bei Thomas Babu und dem CMD für sein Engagement bei Waisenkindern.