Die Geschichte unserer Kirchengemeinde

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl Schorndorfs stark an. Ab 1955 entstanden am südlichen Stadtrand die Aichenbachsiedlung, danach die Fuchshof- und Röhrachsiedlung. Bis 1956 gab es noch keine Omnibusverbindung dorthin, deshalb versammelten sich einmal monatlich evangelische Christen im Wechsel bei den Familien Bäzner und Marschick zu Gottesdienst und Bibelstunden, die durch Pfarrer Hartmann von der Stadtkirche gehalten wurden.

Als auch nach Eröffnung der Buslinie nur wenige aus den Siedlungen in die Stadtkirche fuhren, beschloss der Kirchengemeinderat, einen Versammlungsraum zu schaffen. Am 3. Dezember 1961, dem 1. Adventssonntag, wurde eine kleine Holzbaracke als Kirche eingeweiht. Bis 1973 stand sie dort, wo heute die Jakob-Degen-Straße in den Rehhaldenweg mündet.

Bald wurde jedoch die Baracke zu klein, weil seit etwa 1960 auf den bisherigen Obstwiesen und Äckern mehr und mehr Häuser gebaut wurden. Darin fanden alteingesessene Schorndorfer, Deutsche aus anderen Gauen, Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, Umsiedler aus Siebenbürgen und der Sowjetunion eine neue Heimat.

Für ein größeres Gemeindezentrum konnte das Grundstück an der Krummhaarstraße erworben werden. 1972 wurde das von der Landeskirche geliehene Montage-Gemeindehaus errichtet. Daneben entstanden bis 1974 Kindergarten und Mitarbeiterwohnhaus. Jahrelang wurde der Bau dieser Kirche zur Vollendung des Gemeindezentrums vorbereitet.

Nach einem Wettbewerb beauftragt 1986 die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Schorndorf das Architekturbüro Fetzer und Nuding aus Remshalden-Grunbach mit Planung und Bauleitung zu einem Gebäude, das als Kirche und als Gemeindehaus dienen kann. Das unvorhersehbare Wirtschaftswachstum der Region Stuttgart brachte bis heute unsere Versöhnungskirchengemeinde auf eine Seelenzahl von 3.750 Gemeindegliedern.

 

Den Menschen, die aus vielen Himmelsrichtungen und ganz verschiedenen Traditionen in unsere Gemeinde gekommen sind, soll in der Versöhnungskirche die Botschaft Christi verkündigt werden: "Lasset euch versöhnen mit Gott!" (2. Korinther 5, 20) Wir wollen dafür beten, dass durch treue und gewissenhafte Verkündigung in diesem Haus viele lebendige Steine in unserer und in künftiger Zeit mithelfen zum Bau des "geistlichen Hauses und zum heiligen Priesertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus."

Pfarrer / Pfarrerin der Versöhnungsgemeinde waren:

Pfarrer Hartmann (er hielt Gottesdienst mit Abendmahl in Privathäusern)
Pfarrverweser Treumann (1962 bis 1965)
Pfarrverweser Brandauer (1965 bis1967)
Pfarrer Karl-Heinz Lächele (1967 bis 1971)
Pfarrer Konrad Dieterich (1972 bis 1993)
Pfarrer Thomas Fuchsloch (seit 1993)

Pfarrerin Esther Barth (2003-2005)

Lasset euch versöhnen mit Gott. 2. Korinther 5, 20: Grundstein der Versöhnungskirche vom 1. Oktober 1989