
Große, weite Stadtkirche: Wo Glaube Atem findet...
Im Frühjahr 2007 erschien unsere neue Kirchenführer-Broschüre - durchgehend vierfarbig, mit tollen Bildern und informativ verständlichen Texten. Hier für Sie ein paar Spuren, um den Appetit anzuregen...
Der Kirchenführer ist hier in den Pfarrämtern, aber auch in den Schorndorfer Buchläden zu erhalten.
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Blick in den Hochchor mit seinen alten und neuen Glaskunstfenstern / durchgängig farbige Kirchenführer-Broschüre, die im Frühjahr 2007 erschien

Seit Frühjahr 2006 ziert dieses kunstvolle Glasfenster das schöne spitzbogige Maßwerk. Es stellt eine theologische Interpretation des Stückes „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal dar und wurde durch die Künstlerin Ada Isensee aus Buoch im Remstal gestaltet. Diese Interpretation geschieht durch die Aufnahme der Erzählung von der Berufung des Mose (vgl. 2. Mose 3,1-15): Grundmotive des „Jedermann“-Themas, das seit Jahrtausenden durch die Literatur geistert und besonders häufig in den Mysterienspielen des Mittelalters bearbeitet wird, werden dabei mit dem biblischen Bild von Mose vor dem brennenden Dornbusch in Verbindung gebracht.
Die Gläser für dieses Fenster wurden noch wie im Mittelalter mit dem Mund geblasen. Als sogenannte „Überfanggläser“ bestehen sie aus mehreren Farbschichten. Im künstlerischen Prozess werden die Oberflächen geätzt, geschliffen und gesandstrahlt, um auf tieferliegende Farbschichten zu stoßen. Das Einbrennen der Farben in die Glasoberfläche geschieht dann bei etwa 630 Grad.
Eine weitergreifende theologische Bildbesinnung lesen Sie in der Kirchenführer-Broschüre.

Die Glasfenster Alfred Seidels zeigen Aspekte der Heilsgeschichte
Die drei neueren von einer Schorndorfer Firma gespendeten Obergadenfenster sind vom hiesigen inzwischen verstorbenen Künstler Alfred Seidel 1999 gemalt, in echt mundgeblasenem Antikglas farbig gestaltet und in Bleiruten gefasst worden. Die Schwarzlotmalerei des Künstlers ist mit 630 Grad in die Gläser eingebrannt.
Das gotische Maßwerk mit den Flamboyants über den figurativen Fenstern wechselt mit den Farben gelb und blau. Die drei im neoexpressiven Stil geschaffenen Fenster bilden ein zusammenhängendes Triptychon, von dem jedes Bildteil wiederum in drei Teile untergliedert ist. Das Pauluswort aus 1. Korinther 13,13 durchzieht die ganze Gruppe: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.“
Eine weitergreifende theologische Betrachtung der Bilder findet sich in der Kirchenführer-Broschüre.