Besondere Planungen


 
Umgesetzte Vorhaben
 
Schneller als erwartet konnte die Gemeinde den Wunsch umsetzen, aus der Sonne, die auf unser Kirchendach scheint, Strom zu gewinnen - und zwar ohne CO 2 auszustoßen. Seit Oktober 2010 steht eine Photovoltaikanlage auf unserem Kirchendach.
 
Eine großzügige Erbschaft und ein kurzfristig gewährter Kredit haben das ermöglicht. Wir denken an dieser Stelle an die Erblasserin, die viele Jahrzehnte eng mit der Paulusgemeinde verbunden war. Als Lehrerin war ihr das Wohl der Kinder und Heranwachsenden eine Herzenssache und so hoffen wir in ihrem Sinne zu handeln, wenn wir dazu beitragen, dass unsere Umwelt durch erneuerbare Energie geschont wird.

Die Photovoltaikanlage produziert Strom, den auch künftige Generationen für den Fortschritt brauchen, und zugleich schützen wir das Klima, das die zentrale natürliche Lebensgrundlage für die kommende Menschheit ist.
Auch als Kirchengemeinde ist es für uns ein wichtiges Anliegen, zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.
 


Rückblick auf das PAULUSJAHR 2009

Das Jahr 2009 haben wir in der Paulusgemeinde als Paulusjahr mit evangelischer Prägung begangen. Alle Gruppen und Kreise und alle Gemeindeglieder wurden aufgerufen, einen Beitrag einzubringen.
 
Wir haben Theaterstücke aufgeführt, Konzerte veranstaltet, Vorträge gehört, literarische Abende begangen und in den einzelnen Gruppen und Kreisen nach der Bedeutung der paulinischen Botschaft für unsere heutige Kirchengemeinde gefragt.
 
In der Summe war es für uns eine große Bereicherung, diesen katholischen Impuls für ein Paulusjahr aufzugreifen und mit unserer protestantischen Sichtweise zu füllen. Fast 20 Veranstaltungen haben wir über das Jahr verteilt organisiert und der Gemeinde anbieten können.
 
 
Aktuelle Problemstellungen
 
Leider hat der letzte Pfarrplan die Pauluskirche um die Hälfte ihrer pfarramtlichen Versorgung gebracht. Wo bisher zwei Pfarrstellen waren (für 3600 Gemeindeglieder) ist jetzt nur noch eine (für 2500 Gemeindeglieder). Der Kirchengemeinderat plant und überlegt, wie man mit diesem Einschnitt gut umgehen kann. Seit dem 01.08.2011 muss die Paulusgemeinde ihren Alltag mit dieser Reduzierung gestalten. Wie das gelingt, muss sich noch erweisen.
 
 
 


Kirchenzeichen für die Pauluskirche - Geschichte
 

Wer die Entwicklung der Pauluskirche kennt, der weiß, dass die bauliche Seite dieser Entwicklung nicht immer bis zum Schlusspunkt weitergeführt wurde. Mitte der 60-er Jahre war ein komplettes Gemeindezentrum geplant, bestehend aus dem jetzt vorhandenen Gebäude und zusätzlich einer Kirche und einem Glockenturm. Damals vollzog man nur den ersten Bauabschnitt und verzichtete zunächst auf Kirche und Turm.
In den 80er Jahre unternahm der Kirchengemeinderat einen Anlauf, zu dem bestehenden Gemeindezentrum eine Kirche und einen Glockenturm zu bauen. Leider machten finanzielle Begrenzungen diese Pläne zunichte, zudem war der damalige Pfarrer kein Unterstützer des Weiterbaus.

In den 90er Jahren hat man dann den bestehenden Kirchensaal sehr ansprechend umgebaut und ausgestaltet. Die Künstlerin Regine Schönthaler konnte dabei sehr gelungen Impuls setzen. Von außen behielt das Gebäude jedoch den schlichten Charakter.

Der Kirchengemeinderat der Pauluskirche hatte sich deshalb nach der Jahrtausendwende vorgenommen, zumindest den fehlenden Kirchturm nachzubauen. Die Pauluskirche sollte durch ein schönes und unverwechselbares "Kirchenzeichen" aufgewertet und als Kirche erkennbar werden. Trotz der engen finanziellen Möglichkeiten konnte der Kirchturm gebaut werden, obwohl die Kirchengemeinde dieses Projekt ohne Zuschüsse von Landeskirche und Kirchenbezirk stemmen musste.

Dabei hat die Idee des Schorndorfer Architekten Harald Schörg und des Esslinger Künstlers Bernhard Huber, aus Stahl und Glas eine Art Zeltdach mit Kreuzzeichen auf der Spitze zu konstruieren, die Kirchengemeinderäte und die Mitglieder des Bauausschusses der Gesamtkirchengemeinde angesprochen. 

Seit Sommer 2007 steht der neue Kirchturm. Er soll zum einen daran erinnern, dass Paulus, der Namensgeber der Kirche, von Beruf Zeltmacher war; zum andern möchte es biblische Aussagen aufnehmen, nach denen Gott sein Zelt mitten unter den Menschen aufbaut.
Das Kreuz auf der Spitze erinnert daran, dass Paulus das Wort vom Kreuz als Mitte seiner Botschaft bezeichnete.

Heute finden sie einen lichtdurchfluteten, ca. 19 Meter hohen Kirchturm vor dem Gemeindezentrum, der wahrscheinlich einmalig in der Landeskirche ist. Die vom Künstler gestalteten Glasscheiben nehmen die Farbtöne gelb, ocker und blau aus dem Fensterfries in der Kirche auf und stellen eine schöne Verbindung von Himmel und Erde dar.
 
Bei der festlichen Einweihung am 9. September 2007 hielt Pfarrer Ulrich Lang die Festpredigt über den Sonntagstext aus 1. Mose 28, 10ff: Der Traum Jakobs von der Himmelsleiter, die Himmel und Erde miteinander verbindet und an der die Engel Gottes auf- und niedersteigen – auch eine Form den neuen Kirchturm symbolisch zu deuten.
 
Während des Winterhalbjahrs wird das Kirchenzeichen in den Abendstunden von innen beleuchtet und wird so auch bei Dunkelheit zu einem Wegweiser zur Kirche.


Kirchenzeichen bei Nacht

Kirchenzeichen bei Nacht