Am 1. Advent feierten wir den Beginn eines neuen Kirchenjahrs. In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist dieses Kirchenjahr ein ganz besonderes Kirchenjahr. Wir feiern es im ganzen Land als „
Jahr des Gottesdienstes“.
Der Gottesdienst ist ja unsere Mitte und Kraftquelle. Er stärkt uns im Glauben und trägt uns als Kirche. Er stiftet Gemeinschaft unter uns und mit Gott. Wenn wir uns unter Gottes Wort versammeln, dann spricht Gott selbst zu uns, und wir antworten ihm in Gebeten und Liedern. So gehen wir gestärkt und gesegnet aus dem Gottesdienst wieder hinaus in den Alltag.
Alles das soll im kommenden Kirchenjahr in besonderer Weise im Mittelpunkt stehen. Am 1. Advent wurde in Ulm im Münster das Jahr des Gottesdienstes eröffnet und alle Kirchen im Land wissen sich verbunden durch ein gemeinsames Zeichen:
drei Kerzen werden entzündet, die durch das Jahr begleiten möchten.
Gottesdienst tut gut
Unsere Landeskirche feiert ein „Jahr des Gottesdienstes“
„Ich freu mich schon auf den nächsten Gottesdienst.“ „Da finde ich zur Besinnung und spüre die Gegenwart Gottes viel deutlicher als im Alltag.“ „Am Sonntag läuft unsere Gemeinde zu Hochform auf, wenn wir miteinander feiern, auf Gottes Wort hören, singen und beten.“ „Ich staune über die Begabungen und die Hingabe, mit denen der Gottesdienst gestaltet wird, oft auch von jungen Menschen.“ „Ich nehme jedes Mal etwas mit für die neue Woche, mindestens den Segen.“
Für viele ist der Gottesdienst der Höhepunkt des Sonntags, ja der ganzen Woche. Im Kirchenjahr 2011/12 wollen wir dieses Gottesgeschenk mit besonderer Freude und Dankbarkeit feiern, und gerne noch mehr Menschen anstecken mit Gottesdienst-Begeisterung. Seit 1. Advent brennen in der ganzen Landeskirche besondere Kerzen, die uns durch das Jahr des Gottesdienstes begleiten. Sie verbinden uns untereinander, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, und alle Gemeinden im Land.
In
drei Phasen von je sieben Gottesdiensten erleben wir: Gottesdienst ist vielfältig und bunt. Viele können mitmachen. Ganz unterschiedliche Musikstile haben darin Platz. Geprägte biblische und liturgische Sprache und die Themen unserer Zeit kommen zusammen. Und trotzdem ist die Liturgie ein verlässliches Gerüst, das ich in all der Vielfalt wiedererkennen kann. Es bietet mir Orientierung und Halt, ich kann aktiv mitfeiern.
Die
erste Phase steht unter dem Motto
„Gottesdienst… von Gott berührt“ und betont die spirituelle Dimension von Gottesdienst. Sie beginnt am Altjahrabend und geht bis Ende Januar.
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit uns auf neue Erfahrungen einzulassen und manches Vertraute wieder neu zu entdecken. Vielleicht haben Sie ja auch Lust selbst mitzuarbeiten oder Ihre Ideen mit uns zu teilen. Dafür soll im Jahr des Gottesdienstes viel Raum sein.
Im
Internet finden Sie unter
www.jahr-des-gottesdienstes.de weitere Informationen zum Jahr des Gottesdienstes und Hinweise zu besonderen „Leuchtfeuer-Gottesdiensten“, zu denen überörtlich eingeladen wird.
Landesbischof July sagt zum Jahr des Gottesdienstes: „Ich danke allen … Gemeinden, die sich auf neue Wege einlassen und alte Wege neu entdecken. Uns allen wünsche ich viele bereichernde Erfahrungen in der Gemeinschaft unter Gottes Wort.“
Meditationskarte zum Kerzenmotiv (siehe unten)
Rund wie die Weltkugel. Gottesdienst – eine eigene, andere Welt.
Jede Liturgie und der Lauf des Kirchenjahres runden sich stets neu.
Ich bin damit vertraut, kann mich darin bergen.
Drei Farben für die Schritte, die Gottesdienst uns führt:
Ankommen, Begegnung, Sendung und Segen.
Dieser Kreis steht offen, lädt ein, auch Neue und Neues,
bunt, vielfältig, klein oder groß, zögernd oder erwartungsvoll.
Im Zentrum begegnet uns Gott.
Gottes Geist berührt mich
da, wo er will – unberechenbar und doch gewiss.
Ein Geschenk, ein Wunder – jeden Sonntag neu.
Künstlerin Dr. Sabine Waldmann-Brun / Copyright VG Bild Kunst 2011